Öffentlichkeitsarbeit braucht Öffentlichkeit 


Vreden. Wenn Idee und Gelegenheit zusammenpassen dann ist Handeln angesagt. Die vielen leerstehenden Geschäfte mit ihren Schaufenstern brachten den Verein Vreden - St. Georg auf die Idee, sich in Szene zu setzten. Geeignete Schaufenster waren schnell gefunden und so war nur noch die Frage nach der Gestaltung zu klären. Mit viel Kreativität, Holz und pinker Farbe brachte der Verein die KAB in die Öffentlichkeit. Für den Vorsitzenden Günter Kleingunnewyck waren die vielen positiven Rückmeldungen ein Beweis für den Erfolg dieser Aktion. Die Schaufenster standen dem Verein vom 01. bis 15.Oktober 2011 zur Verfügung. Mittendrin gab es den „Tag der offenen Tür“. Ein verkaufsoffener Sonntag wurde genutzt, um die Vredener und einige Gäste ins Kettelerhaus einzuladen. Hier ergab sich Gelegenheit, mit vielen Besuchern bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Wer sich jetzt fragt, wie kommt man denn auf solche Ideen und wie haben die KAB´ler die umgesetzt, hier eine „kleine Anleitung“ für „Nach-Macher“.
  

FKK und die Folgen
Wir nehmen an einem Führungskräftekurs (FKK) teil und hatten dort ein Wochenende zum Thema, wie man neue Leute ansprechen kann bzw. die KAB in die Öffentlichkeit bringt. Von diesem Wochenende haben wir auch unserem Vorstand berichtet und die „Schaufenster-Idee“ erklärt. Unser Präses ist sofort darauf angesprungen, hat die Idee weitergesponnen und uns mit seinem Eifer angesteckt. Nachdem die ersten Schritte getan waren – Ladeninhaber ansprechen und um Räumlichkeiten zum Nulltarif bitten – gab es kein Zurück mehr. Jetzt kam der schwierige Teil – Was sollen wir in die Schaufenster bringen, worüber können wir berichten, was spricht die Leute an? Ehrlich, wir haben uns noch nie so viel mit unserer KAB beschäftigt wie in diesen Tagen. Aber es hat sich gelohnt. Die Vredener Bevölkerung hat durchweg positiv reagiert, uns für unsere Kreativität gelobt und uns darin bestärkt, weiter zu machen. Nach Abschluss der Aktion wurden wir von anderen Ladenbesitzern angesprochen, warum wir deren Schaufenster nicht genutzt hätten. Deshalb werden wir unsere Aktion zu besonderen Anlässen, in zeitlichem Abstand bestimmt noch einmal wiederholen, denn Dauerausstellungen werden irgendwann nicht mehr beachtet.
Leute, traut euch, auch ungewöhnliche Wege zu gehen, ihr werdet sehen: es lohnt sich.
 

Text u. Fotos: Christel Kleingunnewyck