KAB zeigt Flagge 

 
Die Gebete finden an den Freitagen vor den Adventssonntagen statt.

am Freitag, dem 1. Dezember, um 12.30 Uhr am Neutor (zum Platz hin)
mit Pfarrern der Stadt

am Freitag, dem 8. Dezember. um 12.30 Uhr am Werkstor von Inservio (Schlavenhorst 88)
mit Weihbischof  Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst

am Freitag, dem 15. Dezember, um 12.30 Uhr an der Türe des Rathauses (Berliner Platz)
mit Bürgermeister Peter Nebelo

am Freitag, dem 22. Dezember um 12.30 Uhr am Eingang zur Agentur für Arbeit (Hindenburgstr. 10)
mit Superintendent Joachim Anicker


 

Die Insolvenz von BenQ und Inservio ging in hohem Maße durch die Medien.
Hier und da war auch schon sichtbar, dass die KAB darum bemüht ist, den Menschen die betroffen sind, ihre Solidarität zu zeigen. Da mit dem Advent auf das Ende des Jahres hin das Verfahren mit dem Ablauf des Insolvenzgeldes und der Frage nach der endgültigen Eröffnung des Insolvenzverfahrens in eine heiße Phase kommt, möchten wir das zum Anlass nehmen, noch einmal die Situation der Menschen in der Arbeitswelt öffentlich ins Gebet zu nehmen.
Die Gebetsimpulse, die wir dazu gestalten möchten, sind aus der Idee der "lebendigen Adventskalender" erwachsen, die es in manchen Kirchengemeinden im Advent gibt. Dabei werden Haustüren oder Fenster (in Anlehnung an die Türen eines Adventskalenders) vorweihnachtlich geschmückt. Jeden Abend versammeln sich dann Menschen der Gemeinde an einer anderen Haustüre (oder Fenster). Das öffnen von Türen und Toren ist ein klassisches Motiv im Advent, weil es die Bereitschaft zum Ausdruck bringt, jemanden herein zu lassen. Jemand kann ankommen (Advent heißt Ankunft).
Wir mussten uns auf 4 öffentliche Türen oder Tore beschränken. Dort wollen wir im Gebet die Solidarität mit den Menschen in der Arbeitswelt und natürlich auch besonders mit den von der Insolvenz betroffenen zum Ausdruck bringen. Wie wichtig dieses Anliegen zur Zeit ist, zeigt sich darin, dass der Bürgermeister, der Weihbischof und der Superintendent auf Anfrage sofort zu einem der Termine ihre Teilnahme zugesagt haben. Außerdem waren wir sowohl an der Türe des Rathauses wie auch der Agentur für Arbeit auf Anhieb willkommen. Das wir das Werkstor von Inservio einschließen, liegt auf der Hand. Das Neutor als Stadttor bot sich al symbolischer Ort an, besonders deshalb, um deutlich zu machen, dass wir auch die anderen Bereiche der Arbeitswelt im Blick haben: den Einzelhandel, das Dienstleistungsgewerbe, das Handwerk, die Not vieler kleiner selbständiger Betriebe, die sich mühsam über Wasser halten und vieles mehr. Damit möchten wir auch ein Zeichen für die Menschen setzen, die bei IBENA oder Herding und in anderen Betrieben lautloser ähnliche Situationen durchgemacht haben wie die bei Inservio und BenQ. Wir stehen dafür ein, dass Kirche und besonders die KAB an der Seite der Menschen in der Arbeitswelt zu stehen hat, auch wenn sie das aus vielen Gründen nicht zu jeder Zeit und in jeder Situation in gleicher Weise deutlich machen kann.
Nachdem die KAB mit Bannerabordnungen am Gewerkschaftshaus und am Werkstor von Inservio bei bekannt werden der Insolvenz dazu den Anfang gesetzt hat, ist diese Aktion zum Advent eine ökumenische kirchliche Veranstaltung geworden: An den Planungen und Vorbereitungen beteiligen sich neben einzelnen KAB-Vereinen im Unterbezirk Bocholt-Rhede-Isselburg.  Der Bezirkssekretär der KAB, Benedikt Kemper, der Leiter des Referates Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt beim evangelischen Kirchenkreis, Bernd Müller und die evangelische Pfarrerin Andrea Overarath. So fließen die Informationen in die einzelnen Gemeinden der Stadt und des katholischen Dekanates und werden dort in den Verbänden und zu den Gottesdiensten weiter bekannt gemacht. Deshalb hoffen wir, mit einer deutlichen Resonanz aus den Verbänden und Gemeinden an den jeweiligen Toren und Türen zusammen mit den Bediensteten der Stadtverwaltung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Agentur für Arbeit und natürlich der verbliebenen Belegschaft von Inservio/BenQ sowie den für die Qualifizierung freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Gebet versammelt zu sein.
Wir wissen, dass Beten alleine nicht genügt, aber gerade die Botschaft des Advent richtet den Blick auf das Kommen einer besseren und einer gerechteren Welt. Gott hat mit dieser Welt den Anfang gemacht, wir müssen daran weiter bauen, bis sie durch ihn vollendet wird. Und Gott hat sich eingelassen auf diese Welt, ohne sich dafür zu schade zu sein, als Sohn eines Zimmermanns in einer Krippe zu landen. Diese Botschaft des Advent sollen unsere Gebet weitertragen, damit sich neue Türen öffnen, für die, denen die Türe vor der Nase zugeschlagen wurde.

Verantwortlich: Klaus Mees, Pastoralreferent St. Josef Bocholt und KAB Präses