Chilenische Arbeiterbewegung zu Besuch bei KAB 
 

                 

Die Chilenischen Gäste werden von der KAB Diözesanleitung Münster und den GastgeberInnen aus dem Bezirk Recklinghausen begrüßt.
v.li: Hermann Hölscheidt, Gustav H. Peters, Carlos Moreno, Heinz Mues, Pfr. Michael Prinz, Barbara Mues, Fernando Ortega, Detlef Völkering und Bernhard Bockhorst.
                                                                                 Foto: Matthias Rabbe.


Recklinghausen. Münster. Carlos Moreno und Fernando Ortega, beide von der Nationalleitung der christlichen Arbeiterbewegung Chiles (MOAC) sind seit Montag zu Besuch bei der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Recklinghausen. Nach Nantes in Franreich, Frankfurt am Main und Mainz ist dies die vierte Station ihres Europa-Besuchs. 

Zum Verschnaufen bleibt den Weitgereisten wenig Zeit. Dafür wartet ein umfangreiches, spannendes Besuchsprogramm auf sie. „Wir haben das Programm so erarbeitet, dass wir Carlos und Fernando neben den beschaulichen Zielen bei uns auch die besorgniserregenden Realitäten unserer Lebens- und Arbeitswelt zeigen können“, erzählt Willi Brauckmann aus der Kommission Internationale Solidarität (KIS) Recklinghausen. Die KAB Recklinghausen und die MOAC Chile verbindet seit langen Jahren eine intensive Dialogpartnerschaft. 

Am Montag steht eine Fahrt zur GEPA nach Wuppertal auf dem Programm. Dort diskutieren sie die Chancen und die praktische Organisation des fairen Handels in Deutschland und weltweit. Am Abend erleben die beiden MOAC-Männer bei einem Besuch im Stadtverband Herten, wie KAB-Arbeit in einem regionalen Zusammenschluss vor sich geht, welche Themen besprochen und Aktionen geplant werden.
Die Stadt Dorsten ist das Ziel am Dienstag. Sie besuchen die „Dorstener Arbeit“, die Beschäftigungsgesellschaft für arbeits- und ausbildungssuchende Dorstener Bürger. Dort erfahren die Gäste, wie Arbeitslosigkeit in Deutschland aussieht und wie die Dorstener Arbeit Langzeit-Arbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsprozess eingliedern hilft.
Die zweite Station in Dorsten wird der Stadtteil Barkenberg mit seinem „Dorstener Laden“ sein – hier können bedürftige Menschen einen Teil ihres täglichen Lebensmittelbedarfs zu geringen Preisen einkaufen.
Der Abend gehört der KAB St. Josef Grafenwald und deren „Kernkreis-Treffen“. „Hier wollen wir beispielhaft die KAB-Arbeit in unseren Vereinen verdeutlichen“, sagt Hermann Hölscheidt, der gemeinsam mit Barbara Mues und Willi Brauckmann, die beiden Gäste die Tage über begleiten wird. 

Der Mittwoch beginnt mit einem Besuch im „Kettelerheim“ in Münster. In diesem Haus der Bischof-Hermann-Stiftung werden obdachlose Menschen betreut. Nach einem Besuch im Diözesanbüro der KAB im Münsterschen Hafen ist dann auch Zeit für die Sehenswürdigkeiten der alten Bischofsstadt. „Am Abend findet dann in Haltern ein kleiner Abschiedsabend statt“, verrät Brauckmann, „zu dem sind besonders alle Freundinnen und Freunde eingeladen, denen wir in diesen Tagen begegnet sind.“

Am Donnerstag heißt es Abschiednehmen – dann reisen Carlos Moreno und Fernando Ortega wieder zurück zu ihren Familien, Freunden und ihrer Arbeit mit der MOAC nach Chile.

Text: KAB