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Es sollte schon der zweite Tag des Besuches der drei chilenischen Gäste der KAB Gruppen im Kreis Recklinghausen sein. Doch verspätete Flüge brachten den Zeitplan zu Beginn des Besuches schon durcheinander. Das auch die Organisatoren vor Ort Flexibilität bei den Besuchen zeigen
mussten zeigte sich beim Besuch der ersten Kreisstadt Marl. Hier hatte der Stadtverband der KAB zum Start, mit dem Besuch des Zentralen Betriebshofes ein interessantes Besuchsprogramm organisiert. Die drei Delegierten der chilenischen Partnerorganisation Movimiento Obrero de Acción Católica (MOAC), Lucy Villagrán, Eduardo Varas und Santiago Peñaloza wurden von Frau Ronge der
kaufmännschen Betriebsleiterin begrüßt und mit Unterstützung von Herrn Arnold und Herrn Stappa stellte sie den neuen Betriebshof den Chilenen vor. Thematisch steht der Besuch unter den Themen Ver- und Entsorgung unserer Haushalte, Strukturwandel in unserer Region und bürgerschaftlichem Engagement. Santiago Penaloza konnte hautnah Vergleiche zwischen Chile und Deutschland ziehen, über viele Jahre war er bei der Müllabfuhr beschäftigt. Karl-Heinz Dargel (Vorsitzender KAB Marl) bedankte sich zum Abschluss für die fachkundige Führung durch die einzelnen Teilbetriebe. Den Strukturwandel des Reviers aus der Blickperspektive vom Ratshausturm , war dann noch ein besonderes Erlebnis. Industrie, Bergehalden und das „Grüne Marl“, ein konzentrierter Überblick war hier möglich.
St. Josef, die Gemeinde aus der eine enge Beziehung mit der MOAC in Conceptio gepflegt wird, war
die dritte Station. Hier empfingen Dagmar Kreilkamp (KAB Vorsitzende) und Günter Kreilkamp die Delegation. Kurzer Kirchenbesuch mit gemeinsamen Gebet, die Besichtigung des KAB-Raumes und schon ging es weiter zum Erzschacht. Hier konnte
Horst Schmitz, Vorsitzende der Erzschachtfreunde, zeigen was ehrenamtliches Engagement für die Bürger einer
Stadt bedeuten und erreichen kann. Das Bergbaumuseum ist inzwischen für viele Bürger und Besucher
Marls zum Anziehungspunkt geworden. Nach all den vielen Informationen und Einblicken war es dann aber Zeit sich einen der Hauptthemen einer funktionierenden Partnerschaft zuzuwenden. Dem gemeinsamen
Kennen lernen und des Austausches von Informationen. Wir sind arme Leute mit einem großen Herzen stellte Eduardo am Schluss des langen Tages fest, er bedankte sich für die guten Kontakte. Für die Marler KAB Mitglieder war es wichtig hautnah geschildert zu bekommen, wie nach dem Erdbeben und Tsunamie in Chile die Menschen die Situation meistern. Der gegenseitige Kontakt ist wichtig, über Mail’s und dem
Austausch von digitalen Medien hat sich vieles verbessert, doch der persönliche Kontakt ist für das Leben in Partnerschaften am
Wichtigsten. Mit der Übergabe von kleinen Erinnerungsgeschenken klang der Abend dann aus.
Karl-Heinz Dargel
Stadtverbandsvorsitzender KAB
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