Die KAB Deutschlands hat am 16./17. April 2005 ein eigenes KAB-Gesundheitskonzept beschlossen. Die KAB setzt sich für ein Gesundheitssystem ein, in dem alle Einwohner und Einwohnerinnen versichert sind. Alle zahlen mit ihren gesamten Einkünften in dieses System ein, auch Beamte, Selbständige, Abgeordnete und so genannte Besserverdienende. Prävention hat Vorrang vor Behandlung und ist als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wesentlich mehr in den Mittelpunkt aller gesundheitspolitischen Überlegungen zu rücken. Patientenrechte sind zu stärken, Wirtschaftlichkeitspotenziale im System sind zu nutzen und Aspekte der Geschlechtergerechtigkeit und differenzierender Diagnostik und Behandlung für Mann und Frau sind zu beachten.

Die KAB Deutschlands hat sich in einer Projektgruppe Gesundheit intensiv mit dem Thema Gesundheitspolitik befasst, die dieses Konzept federführend entworfen hat. Es hat sich in zahlreichen Studien im In- und Ausland gezeigt, dass Gesundheit sehr viel mit den Lebensumständen der Menschen zu tun hat: Wie sie leben, arbeiten und wie sie sich bewegen und ernähren. 10 Prozent der Lebensqualität sind wirklich auf den medizinischen Fortschritt zurück zu führen, 90 Prozent hängen von den Lebensumständen ab. Daher fordert die KAB gerade den Bereich Bildung zu stärken und sich für mehr Chancengleichheit einzusetzen.