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Bottrop/Dorsten. Wenn jede Bürgerin und jeder Bürger ein Einkommen ohne Bedingungen und ohne Überprüfung bekommt, dann spricht die KAB vom bedingungslosen Grundeinkommen und die CDU vom solidarischen Bürgergeld. Aber ist das realistisch? Um diese Fragen zu beantworten, begrüßte der Stadtverbandsvorsitzende Hugo Bechter rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und auf dem Podium als Referenten Frau Birgit Zenker, Bundesvorsitzende der KAB, und den ehemaligen thüringischen CDU-Staatssekretär Hermann Binkert. Die Moderation hatte Gregor Spohr, der ehemaligen Redakteur der Hertener Zeitung.
Eröffnet wurde der Abend mit einem kleinen Theaterstück der KAB unter der Leitung von Christine von Preun. In zwei Szenen wurde anschaulich, was Arbeitsbelastung, Perspektivlosigkeit und Abhängigkeit für Menschen bedeuten und welche Perspektiven sich durch eine finanzielle Grundsicherung ergeben können.
Frau Zenker und Herr Binkert erläuterten ihre Konzepte und stellten sich den kritischen Fragen des Publikums: Ist das bezahlbar? Wer soll das Grundeinkommen bekommen und wie hoch soll es sein? Auch wenn beide Modelle hier unterschiedlich angelegt sind, so rechneten Frau Zenker und Herr Binkert die Finanzierung an einigen Beispielen vor. Sie erklärten zudem, dass mit dem Grundeinkommen eine finanzielle Grundversorgung angestrebt wird, die jedem, der in diesem Land lebt, zusteht. „Es geht nicht um Überfluss, sondern um eine Grundssicherung.“
Aus dem Publikum wurden aber auch die gesellschaftlichen Veränderungen hinterfragt, mit Stichworten wie „soziale Hängematte“, „fehlende Anreize zur Arbeit“, Stilllegungsprämie“ etc. Frau Zenker stellte die Gegenfrage „Braucht es einen Zwang zur Arbeit?“ Dass es den nicht unbedingt braucht, dafür sei die KAB das beste Beispiel. Hier stellen Menschen ihre Zeit und ihre Arbeit ohne Lohn zur Verfügung. Ehrenamtliches Engagement und Familienarbeit sind Arbeit und werden von vielen Menschen geleistet ohne Zwang und ohne Überprüfung.
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