„Wir klagen und protestieren mit den ArbeitnehmerInnen von Nokia in Bochum!“

 

Foto: Nowak
KAB Recklinghausen bei der Nokia-Großdemonstration in Bochum

Bochum/Recklinghausen. Tausende von Menschen haben am Dienstag nach Bekanntgabe der Schließungspläne von Nokia in Bochum für den Erhalt des Werkes demonstriert. Mit Banner und Transparenten zeigte auch die KAB/Bezirk Recklinghausen ihre Solidarität mit den Nokia-ArbeitnehmerInnen und ihren Familien.
„Wir unterstützen diesen Protest, weil wir den Kolleginnen und Kollegen zeigen wollen, dass sie in ihrem Protest nicht alleine stehen,“, erläutert Klaus-Dieter Amtmann, stellvertretender Bezirksvorsitzender aus Recklinghausen. Und er weiß, dass dieser Kampf stellvertretend für viele tausend Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland steht. „So wird Wirtschaftsraum vernichtet“, klagt er an. „Gerade wir im Ruhrgebiet wissen, was es heißt, wenn Standorte aus reiner Profitgier einfach platt gemacht werden. Die Menschen und ihre Familien bleiben auf der Strecke – das ist ein Skandal!“
Die Recklinghäuser KAB solidarisiert sich mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. "Wir klagen und protestieren mit ihnen." sagt Amtmann. Er mahnt bei den Politikern des Landes und in Europa langfristige Wirtschaftskonzepte an, die den Menschen wieder uneingeschränkt an die erste Stelle aller Überlegungen setzen. "In solchen Situationen zeigt sich, wie ernst eine Regierung es meint, wenn sie von einer gerechten Familienpolitik spricht. Denn jeder vernichtete Arbeitsplatz trifft immer eine ganze Familie."
 

Foto: Nowak
KAB Recklinghausen bei der Nokia-Großdemonstration in Bochum