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Die Sehnsucht bleibt
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Nach
dem Festgottesdienst Weihbischof Ostermann mit Erna Heinzel
vom Seniorenteam Borken und Chorleiter Buttermann im
Gespräch.
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Haltern. Sein erster Gang auf dem Annaberg führte zur Wasserstation. Die Erfrischung kam für Theo Oenning, Fußpilger aus Heiden gerade zum richtigen Zeitpunkt. „In der letzten Stunde ist es sehr schwül geworden“, sagte er und nahm einen tiefen Schluck aus dem Wasserbecher. Vier Stunden war er gegangen – zu Fuß von Heiden nach Haltern hinauf zur Annakirche. Sein Ziel: die Seniorenwallfahrt der KAB im Bistum Münster. „Du führst uns hinaus ins Weite“ lautete das Thema der Walfahrt und Theo Oenning nimmt diese Zeile aus dem Psalm 18 seit langem ganz wörtlich. Seit sechs Jahren wandert er jedes Jahr zur KAB Wallfahrt auf den Annaberg. Bereits seit 25 Jahren begeht der Bezirk Borken dort seine jährliche Seniorenwallfahrt. Grund genug in diesem Jahr dieses Jubiläum mit Senioren aus dem ganzen Bistum zu begehen.
Unter der Leitung von Weihbischof Friedrich Ostermann und KAB-Bezirkspräses Heinrich Kramer wallfahrten rund 600 Seniorinnen und Senioren auf dem Annaberg. Zur Freude der Senioren und der ehrenamtlichen Vorbereitungsgruppe um Adolf Sackers gratulierte der Weihbischof zu Beginn der Messe sehr humorvoll zum 25. Jubiläum: „Gründe eine Wallfahrt und überantworte sie einem Priester, dann lebt sie zwei Jahre“, sagte er mit einem Augenzwinkern. „Gründe eine Wallfahrt und überantworte sie einem Laien, dann lebt sie immer!“
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Bunte Banner umrahmten den
festlichen Wallfahrtsgottesdienst der KAB auf dem Annaberg in Haltern.
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In seiner Predigt ermunterte Ostermann die älteren Menschen außerdem, nicht mürrisch in die Welt zu schauen sondern freudig den Glauben an die folgenden Generationen weiterzugeben. Die Sehnsucht nach Weite, so der Bischof weiter, sei in jedem Menschen vorhanden – sie bleibe auch im Alter bestehen und das sei gut so.
Die Bitte um Freude und Unverzagtheit bestimmte auch den Tenor der Fürbitten, die Edith Peters vom Bezirksseniorenteam stellvertretend für die versammelte Gemeinde vortrug. Die Sorge um die nachfolgende Generation, darum selbst genug für sie getan zu haben, verdichtete sich beispielsweise in der Bitte: „Wir haben uns bemüht, den Glauben an die Jüngeren weiterzugeben, wissen aber nicht um die Erfolge. Gib uns die Zuversicht, dass bei dir nichts verloren geht.“
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Bis auf den letzten
Platz voll besetzt bei Festgottesdienst und Schlussandacht war die St.
Anna -Kirche bei der 25. Wallfahrt der KAB im Bezirk Borken.
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Feierlich umrahmt wurden der Festgottesdienst und die abschließende Andacht vom Gemischten Chor St. Paulus Bocholt unter Leitung von Alfons Buttermann.
„Eine Wallfahrt hat immer auch eine soziale Komponente“, weiß Erna Heinzel vom Seniorenteam. „Deshalb brauchen wir an solchen Tagen auch Zeit für Begegnung und Zeit, um sich gemeinsam beim Essen zu stärken.“ Die große Kaffeetafel im Annaberger Hof und im benachbarten Gottfried-Könzgen-Haus war denn auch erfüllt von munteren Gesprächen und Erzählungen der Pilger.
Der Fußpilger Theo Oenning genoss nun auch Kaffee, Kuchen und Schnittchen. „Eigentlich könnte ich auch zurücklaufen“, überlegte er so gestärkt nach dem Abschluss-Segen. „Die Füße tuns noch.“ Aber die Mitfahrgelegenheit stand schon bereit – und im Kreise der anderen Pilger nach hause zu fahren, war schließlich auch eine runde Sache.
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Text und Fotos: Honauer
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